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GFT akkumulieren


13.05.2002
LB Baden-Württemberg

Mirko Maier und Gerold Deppisch, Analysten der Landesbank Baden-Württemberg, bewerten die GFT-Aktie (WKN 580060) mit "akkumulieren".

Die GFT Technologies AG sei seit der Übernahme der Deutschen Bank-Tochter emagine einer der führenden Web-Dienstleister für integrierte IT-Beratung und Systemintegration in Europa. Das Unternehmen habe zum 31.12.01 rund 1.330 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Probleme der Deutschen Bank machten sich entgegen bisheriger Statements nun doch negativ bei GFT bemerkbar. So mache das Unternehmen insbesondere fehlende Umsätze in Höhe von 5 Mio. Euro seitens des strategischen Partners für die mit 39,8 Mio. Euro im ersten Quartal 2002 enttäuschende Umsatzentwicklung verantwortlich. Das operative Ergebnis belaufe sich auf minus 3,2 Mio. Euro. Von den rund 20 Mio. Euro mit der Deutschen Bank im ersten Quartal getätigten Umsätzen dürfte der Großteil auf deren ehemalige Tochter emagine entfallen.


GFT befinde sich aktuell in Verhandlungen mit der Deutschen Bank über die Modalitäten des über drei Jahre laufenden 245 Mio. Euro-Rahmenvertrages. Eine Verlängerung der Laufzeit und/oder eine andere Verteilung der jährlichen Projektvolumina würde sich negativ auf die ausstehenden Prognosen des Unternehmens für das Gesamtjahr 2002 auswirken. Man gehe davon aus, dass GFT am 16.5., bei der Bekanntgabe der endgültigen Ergebnisse für das erste Quartal 2002, sowohl das Umsatzziel von 230 Mio. Euro als auch die avisierte EBIT-Größe von 9,7 Mio. Euro deutlich reduzieren werde.

Bei Hochrechnung der laut GFT im ersten Quartal fehlenden 5 Mio. Euro auf das Gesamtjahr und bei Berücksichtigung eines zusätzlichen Abschlages für die ausbleibende Erholung der IT-Nachfrage im zweiten Halbjahr 2002 in Höhe von 18 Mio. Euro, gehe man in den Annahmen für 2002 nunmehr von erreichbaren Umsatzerlösen in Höhe von 195 Mio. Euro (Alt: 233 Mio. Euro) aus. Trotz des EBIT-Verlustes von minus 3,2 Mio. Euro im ersten Quartal habe GFT Fortschritte bei den Kostenpositionen erzielt, so dass man für 2002 mit einem erreichbaren EBIT von 5,3 Mio. Euro (Alt: 9,5 Mio. Euro) weiterhin von deutlich schwarzen Zahlen ausgehe.

In Reaktion auf die überraschende Negativmeldung habe die GFT-Aktie stark abgegeben. Auf dem aktuellen Kursniveau sei die Bewertung trotz unserer deutlich reduzierten Umsatz- und Ertragsziele für 2002 und 2003 weiterhin attraktiv. Eine mutmaßliche Revision der Unternehmensziele am 16.5. könnte den Aktienkurs jedoch nochmals unter Druck bringen.

Die Analysten der LBBW reduzieren daher ihre Einstufung der GFT-Aktie auf "akkumulieren".




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